Im strömenden Regen fanden am Samstag sechs Boote und 21 Segler den Weg in den Segel- und Yachtclub Herrliberg. Piet Eckert, der für diesen Tag die Trainingsleitung übernommen hatte, machte den Auftakt zum Trainingswochenende mit einem glänzenden Vortrag über die Möglichkeiten und Grenzen des Trimmens beim Lacustre. Er konnte seine Ausführungen nicht nur mit einem 3D – Modell eines Lacustre unter Segeln untermalen, sondern zeigte auch einige beeindruckende Videos von Trainingsfahrten der Fitzcarraldo. Danach konnte das Gehörte direkt auf dem Wasser umgesetzt werden: Zunächst am Steg, wo die Einstellungen des Riggs und die Spannungen überprüft werden konnten, dann ging es auf’s Wasser hinaus. Die angereisten Regatta – Experten Charly Nauer, Walter Müller und Christoph Zobl waren ohne Boot gekommen und ergänzten die Mannschaften nun, indem sie von Boot zu Boot pendelten und ihre Tipps und Tricks verrieten. Gleichzeitig wurde Piet Eckert mit dem Schlauchboot durch die Flotte chauffiert und konnte die Yachten und ihren Trimm von aussen beurteilen.
Manch einer der Regattaneulinge mochte am Abend aufgrund der vielen Inputs etwas erschlagen und vom Dauerregen etwas durchgefroren gewesen sein, allerhöchste Zeit für einen stärkenden Apéro also. Bei Weisswein und Häppchen konnten die die Trimmtipps noch einmal diskutiert werden, danach gab’s eine Grillplatte im warmen Clubhaus. Nach dem Essen wartete dann ein weiterer Höhepunkt auf die Teilnehmer: U.P. Rutishauser, der extra von Kreuzlingen her angereist war, hielt einen sehr fundierten Vortrag über Strategie und Taktik beim Regattieren.
Am Sonntag hatte sich der Himmel aufgeklart und die Bise eingesetzt. Mit anfänglich böigen 4-6 Bft. wurden
diejenigen Teilnehmer, die ihre Boote nicht in Herrliberg gelassen hatten, schon auf der Anreise kräftig durchgeschüttelt. Um ca. 11 Uhr lief die Flotte aus und traf sich auf dem See zu einigen Startübungen, die sich in den starken Windböen als schwieriger als gedacht herausstellten. Gegen Mittag hin beruhigte sich der Wind etwas und es konnte zu zwei kurzen Läufen mit Treibbojen gestartet werden. Obwohl nach einigen technischen K.O.’s nur noch 3-4 Boote an den Regatten teilnehmen konnten, waren es spannende und manöverintensive Wettfahrten. Alles in allem kann ein positives Fazit gezogen werden. Aus dem Wust der Informationen kann sicher jeder Teilnehmer einige wertvolle Tipps mitnehmen und bei der nächsten Regatta umsetzen. Auch das Konzept: “Aus der Flotte für die Flotte” hat sich bewährt, die Trainer und Experten haben sich mit ihren Geheimtipps nicht zurückgehalten und manchem Anfänger den Einstieg in die Regattawelt erleichtert. Mein Dank gilt allen Teilnehmern, Helfern, Experten und Trainern und insbesondere auch Walter Schneider vom SYH, der uns dieses tolle Wochenende durch seine Regattaleiterkompetenz auf dem Wasser erst ermöglicht hat.
Andreas Keller

Bilder:
Christian Breitler (christianbreitler.com)
Christian Breitler (christianbreitler.com)











